SPD spricht sich klar gegen Kiesabbau im Wickrather-Feld aus

„Schon in der letzten Sitzung des Stadtrates haben wir deutlich gemacht, dass weitere Auskiesungsflächen für uns nicht in Frage kommen“ sagt Jürgen Preuß, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Kamp-Lintfort. „Unsere Stadt leistet ihren Beitrag zur Sicherstellung der notwendigen Rohstoffe schon jetzt über die Auskiesungen entlang der Nordtangente im Rossenrayer- und im Niephauser Feld. Wir werden uns insofern mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen neue Flächen für den Abbau von Rohstoffen in unserem Stadtgebiet wehren“ bekräftigt Jürgen Preuß, der auch Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses ist.

Die SPD-Fraktion steht in engem Kontakt mit der Interessengemeinschaft Dachsbruch (IG-Dachsbruch), die seit einigen Wochen gegen die Zerstörung des Wickrather Feldes kämpft. „Im Rahmen unserer Sommertour konnten wir uns von unfassbaren Dimensionen der geplanten Industriefläche überzeugen. Wir sind aber auch sehr beeindruckt von der Kreativität der Mitglieder der Initiative, die gegen die weitere Zerstörung unsrer Heimat kämpft“ sagt Bernhardt Krebs, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Informationszettel an den touristischen Schwerpunkten im Wickrather Feld, Unterschriftenlisten, Proteste bei Sitzungen des Kreistages und des Stadtrates und neuerdings ein Banner an der B510 sind Zeichen des Widerstandes gegen den geplanten Kiesabbau. Auch im Internet kann die IG-Dachsbruch mit spektakulären Animationen das Bewusstsein für die riesigen Ausmaße des geplanten Abbaugebietes schärfen.

„Das die Vertreter der örtlichen Bauernschaft eine andere Einstellung zum Erhalt des Naturraumes hier am Niederrhein haben, ist keine Überraschung. Aber gerade in einer Zeit, in der die Bauern aufgrund des trockenen Sommers auf Finanzhilfen der Allgemeinheit hoffen, wäre es ein gutes Zeichen gewesen, wenn die Reihen hier geschlossen geblieben wären.“ Damit reagiert Jürgen Preuß auf die Äußerungen der Kamp-Lintforter Ortsbauernschaft, die sich dem möglichen Erwerb von Grundstücken durch die Kiesindustrie gegenüber offen gezeigt hat. „Letztlich ist die Zerstörung unserer natürlichen Landschaft ein Grund, warum es den Landwirten immer schwerer fällt, mit ihrem Beruf ein angemessenes Einkommen zu erzielen.“

„Nach der Sommerpause werden wir in weiteren Gesprächen mit Vertretern auf Regional- und Landesebene unsere Position verdeutlichen. Ich sehe deshalb nach dem heißen Sommer einen heißen Herbst auf uns zukommen“ kündigt Jürgen Preuß an.